Erasmus +


Oktober 2018 · Dokumentation zum Projektes M.I.R.R.O.R.S

Eine ausführliche Dokumentation des Projektes wurde auf dem von der EU für diese Zwecke bereitgestellten Twinspace vorgenommen. Der öffentliche Teil erlaubt weiteren Einblick in Projektaktivitäten.
Mit folgendem Link kommen Sie direkt zu dieser Seite: Mirrors Twinspace


Oktober 2018 · M.I.R.R.O.R.S

M.I.R.R.O.R.S.

Die Sekundarschule Niederrhein ist seit Beginn des aktuell laufenden Schuljahres 2016/2017 auch auf europäischer Ebene aktiv. Sie hat die Koordination des mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanzierten ERASMUS+ Projektes „M.I.R.R.O.R.S.“ übernommen, an dem neben der Sekundarschule Niederrhein 4 weitere Partnerschulen aus Griechenland, Italien, Polen und Zypern beteiligt sind.

Der Titel des Projektes steht für:


Projektidee

Spiegel zu Fenstern werden zu lassen, das ist das Leitmotiv des Projektes „Mirrors“. Doch was bedeutet das? Schüler und Schülerinnen werden zunächst ermutigt in den Spiegel zu schauen und dabei zu erforschen: Wer bin ich? Wo komme ich her? Welche Werte und Normen prägen mich? Was kann ich? Beim Blick in den Spiegel öffnet sich schon der Blick auf die Menschen um einen herum, der Spiegel wird zum Fenster mit Fragen wie:  Wer sind sie? Wo kommen sie her? Welche Werte und Normen prägen sie? Was können sie? Was kann ich von ihnen lernen, was können sie von mir lernen?

Der von den Projektpartnern beabsichtigte interkulturelle Austausch bedient sich nicht in erster Linie der Sprache, sondern stellt mit Theater und bildender Kunst auch denjenigen Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, die der Sprache noch nicht in ausreichendem Maße mächtig sind. So wird es den beteiligten Schülerinnen und Schülern auch leichter fallen miteinander in Austausch zu treten, wenn sie sich alle Projektpartner in drei der Partnerschulen treffen, um ihre bisherigen Projektergebnisse zu präsentieren und gemeinsam neue zu erarbeiten.

 


Juli 2018 · Theateraufführung von „Siegfried – Der Nibelungen erster Teil“

Inklusion heißt, dass in unserer Gesellschaft ALLE dazugehören, so individuell verschieden sie auch sind. Von Vielfalt profitieren wir all, das ist eine Erfahrung, die wir jeden Tag auf Neue in der Schule machen können.
Unser Inklusionsbegriff geht dabei nicht von einer oder mehreren klar umgrenzten „Gruppen“ aus und beschränkt sich demzufolge auch nicht auf „Behinderung“ sondern auf verschiedene Merkmale, wie beispielsweise Geschlechterrollen, sprachlich-kulturelle und ethnische Hintergründe, soziale Milieus, sexuelle Orientierungen, politisch-religiöse Überzeugungen und vieles mehr.
Schülern und Schülerinnen die kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, das ist eine von vielen Aufgaben, denen sich unsere Schule verpflichtet fühlt. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund (IB), vertreten durch Herrn Alfred Schmitz, bietet die Sekundarschule Niederrhein nun seit zwei Schuljahren eine Theater-AG an, die allen Interessierten offen steht. Viele Nationalitäten und Herkunftssprachen sind in unserer Theater AG vertreten, die Sprache Deutsch war gerade zu Beginn unserer Arbeit vielen Kindern noch sehr fremd.
Im geschützten Rahmen der Theater-AG können die Schülerinnen und Schüler alle Regeln, Karten und Würfel des üblichen Gesellschafts-Spiels ausprobieren und neu erfahren, darüberhinaus nähern sie sich den vielfältigen Facetten der deutschen Sprache, ihrer Aussprache und Sprachmelodie und dem Einsatz von Stimme und Körper und üben sie spielerisch ein. Dabei treten Vorurteile und Ungleichbehandlung mehr und mehr in den Hintergrund, denn das gemeinsame Ziel ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen und vor Publikum zu präsentieren, lässt die Gruppe zu einer starken Gemeinschaft zusammenwachsen.
Das Theaterstück Siegfried – Der Nibelungen erster Teil wurde von uns ausgewählt, weil Siegfried der Legende nach aus dem Geschlecht Xanten stammt, einer Stadt, die nur wenige Kilometer entfernt von unserer Schule liegt. Außerdem hat die Geschichte eine eindrucksvolle europäische Dimension, überspannt sie doch ein Gebiet von Island über Xanten und Worms bis nach Burgund. Außerdem spielt ein Drache eine wichtige Rolle und neben allen Macht- und Ränkespielen kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
18 Akteure, 14 Chorsänger und –sängerinnen sowie ein Ensemble von drei Musikern brachten im Juli 2018, wenige Tage vor Beginn der Sommerferien, das Theaterstück auf die Bühne und wurden dafür mit stürmischen Applaus bedacht.
Damit soll die Arbeit jedoch noch nicht enden, denn die beteiligten Schülerinnen und Schüler wünschen sich ein neues Stück und eine neue Aufgabe. Wir sind sehr froh, dass wir auch künftig mit unserem bewährten Regisseur, Herrn Alfred Schmitz vom Internationalen Bund, unsere Theaterarbeit fortsetzen können.

Die Geschichte von Siegfried wird erzählt von zwei Knechten, Gernot und Silberling, die unter großem Selbstmitleid und nagendem Hunger leiden. Dargestellt wurden sie von Carsten Walther (li) und Dominik Faetz (re).

 

 

Bild 1:
Die Geschichte von Siegfried wird erzählt von zwei Knechten, Gernot und Silberling, die unter großem Selbstmitleid und nagendem Hunger leiden. Dargestellt wurden sie von Carsten Walther (li) und Dominik Faetz (re).
Bild 2:
Siegfried – „der mit der Tarnkappe“ und Bezwinger des Drachen, gespielt von Lavinia-Madeleine Schult.

Bild 3:
Die Dörfler beklagen sich über den Drachen. Dargestellt werden sie von: Karolina Jaczynska (li), Vivien Reschetzke, Gulsoom Wafa, Thi Thu Huyen Bui, Natalia Cebanu, Felicita ??? und Maciej Zwolanski

Bild 4:
Hagen von Thronje, dargestellt von Suphakporn Sriruksa, versucht Siegfried den Zugang zu König Gunter zu vereiteln.

Bild 5:
Trotzdem gelingt es Siegfried, sich Zugang zu seiner geliebten Kriemhild, dargestellt von Angelina Korff, zu verschaffen

Bild 6:
König Gunter, dargestellt von Jelta Camil, kann Siegfried seine Schwester nicht zur Frau geben, solange er noch unverheiratet ist. Er schwärmt für Brunhild, der Königin Islands, die Heiratswillige einer schwierigen Prüfung unterzieht.

Bild 7:
Die Isländer, Thi Thu Huyen Bui und Gulsoom Wafa, sehen bibbernd der Ankunft von Gunter und Siegfried zu.

Bild 8:
Mit der starken Brunhild, der Königin von Island und dargestellt von Jennifer Baaken, ist nicht zu spaßen. König Gunter unterliegt kläglich im Kampf und hätte dadurch sein Leben verwirkt…

Bild 9:
… wenn nicht Siegfried versprechen würde, den Drachen zu töten um damit Gunter vor dem sicheren Tod zu retten.

Bild 10:
Siegfried bezwingt den Drachen und badet in dessen Blut. Dadurch wird er unverwundbar. Allerdings fällt ein Lindenblatt zwischen seine Schulterblätter, dort ist er jetzt ungeschützt und verwundbar.

Bild 11:
Die Zeitungsverkäufer, Vivien Reschetzke und Lina Zoe Schreiber, künden die Doppelhochzeit von König Gunter und Brunhild, und Siegfried und Kriemhild an.

Bild 12:
Glücklich ist Brunhild nicht…
Bild 13:
Kriemhild und ihre Zofe, dargestellt von Tanya Chowdhury, sehen der Vermählung mit Siegfried mit Freude entgegen.

Bild 14:
Trotz aller bestandenen Abenteuer nagt der Hunger weiterhin an unseren armen Knechten….. ändern wird sich das wahrscheinlich nicht.

Besetzung Siegfried. Der Nibelungen 1. Teil vom 4. Juni2018

 Siegfried, Ritter aus dem Hause Xanten
 Gernot, Knecht
 Silberling, Knecht
 Gunter, König von Burgund
 Kriemhild, Gunters Schwester
 Walburga, Kammerfrau Kriemhilds 
 Brunhild, Königin von Island
 Alberich, König der Nibelungen
 Hagen von Tronje, Berater König Gunters
 Dorfschulze
 Vogel, Zeitungsverkäufer
 Pferd (und Requisite)
 Dörfler, Handwerker, Isländer, Zeitungsverkäufer, Nibelungen
Lavinia-Madeleine Schult (7B)
Dominik Faetz (8D)
Carsten Walther (7B)
Jelta Camil (7B)
Angelina Korff (7A)
Tanya Chowdhury (7B)
Jennifer Baaken (7A)
Samira Korff (7B)
Suphakporn Sriruksa (7B)
Karolina Jaczynska (7B)
Vivien Reschetzke (7C)
Levin Tito Schult (6A)
Natalia Cebanu (6A), Thi Thu Huyen Bui (7B), Gulsoom Wafa (7B), Lina Zoe Schreiber (7B), Anna Lea Schreiber (8A), Maciej Zwolanski (7B)
   
 Chor Sara-Gabriela Balacianu (6A), Miriam Holec, Patryk Kaczynski, René Kroschinsky, Hamza Mahmood, Kevin Rinke, Tabita Todor, Sara Wilk, Martyna Zulewska (alle 6C),
Yasin Dilek (7A), Laura Voßen (7B), Kiara Frömming, Anna-Lena Steppuhn. Fiona Wölm (7C)
   
 Souffleuse Sofie Steinhauer (7B)
   
 Licht Ole Kunzelmann (7B)
   
 Regieteam Alfred Schmitz (Internationaler Bund), Elke Kirtz, Helge Seefluth, Vanessa Hoffmann
   
 Ensemble Ingo Schneider, Phil Scharnowski, Hotlan Parmonangan Butarbutar

 

Die RP Geldern hat über die Theateraufführung berichtet


Juni 2018 · Die Seehundfrau: Masken- und Gebärdenspiel

Am 6. Juni 2018 besuchte die Theater-AG der Sekundarschule Niederrhein das Stück „Die Seehundfrau“, das das Theater R.A.B. Random Acts of Beauty aus Freiburg (https://randomactsofbeauty.de/theaterproduktionen/seehundfrau/die-seehundfrau-und-der-tanz-der-sprachen/) im Theater Duisburg auf die Bühne brachte.

Eine alte Sage aus den nördlichen Regionen Europas, wo das Meer und die kargen Küstenland-schaften aufeinandertreffen, bildet die Grundlage für dieses Theaterstück. Aus dem Meer steigen in manchen Nächten die Seehundweibchen an Land, winden sich aus ihrem Fell und tanzen in Menschengestalt auf den Klippen. Ein einsamer Fischer stiehlt einer der Frauen ihr Fell und macht sie zu seiner Gefährtin. In sieben Jahren, so verspricht er ihr, gibt er ihr das Fell zurück. In der dem Theater R.A.B. eigenen Erzählweise der Sage wird das Aufeinanderprallen von Meeres- und Land-wesen unterstrichen durch einen „Tanz der Sprachen“. Das dramatische Geschehen wird mit Maskenspiel, Gebärdensprache sowie deutscher und englischer Lautsprache gestaltet.

Die am 6. Juni vorherrschenden fast tropischen Temperaturen forderten den drei Schauspielern und den Zuschauern im Foyer III, das unter dem Dach des Theater Duisburg liegt, viel ab, zumal das Stück mit diesen vielen Sprachen dem Zuschauer ohnehin schon viel abverlangt.

Unsere Schülerinnen und Schüler stellten sich bereitwillig diesen Anforderungen und tauchten fast mühelos in die Tiefen des Stückes, das entgegen der sonstigen Sehgewohnheiten wenig Handlung und „Action“ bot, mit ein. Es war erstaunlich zu sehen, wie viel Gebärdensprache in den 90 Minuten erlernt wurde. Das Material, das wir den Schülerinnen und Schülern auf dem Weg nach Duisburg an die Hand gegeben hatten, damit sie sich einen Überblick über die wichtigsten Gebärden einerseits und das Fingeralphabet andererseits verschaffen konnten, wurde äußerst rege – auch noch Tage später – genutzt.

Eine Schülerin äußerte den Wunsch, Gebärdendolmetscherin zu werden. Sie wird sich in den Ferien näher mit dem Thema befassen und versuchen passende Praktikumsstellen im Umkreis von Geldern ausfindig zu machen.


April 2018 · Abschließendes MIRRORS-Projekttreffen in Geldern

In der Woche vom 16.-20. April 2018 kamen die Kolleginnen und Kollegen unserer vier europäischen Partnerschulen aus Griechenland, Italien, Polen und Zypern zum Abschlusstreffen in Geldern zusammen. Das Treffen markierte das Ende der zweijährigen Partnerschaft, die im Rahmen des Programms Erasmus+ von der EU finanziell gefördert wurde.
Ziel der Zusammenkunft war es, die Arbeitsergebnisse der letzten zwei Jahre zusammenzutragen, auszuwerten und gemeinsam zu überlegen, wie die Arbeit auch künftig in unseren Schulen und darüberhinaus fortgesetzt werden kann.
Am Montag nahmen die Kolleginnen und Kollegen an der allwöchentlichen Siegfried-Probe der Theater-AG teil. Jennifer Baaken, die Darstellerin von Brunhild, hatte eine kurze Zusammenfassung des Stückes auf Englisch vorbereitet, die sie den Gästen präsentierte:

Hello, my name is Jennifer and I am here to tell you what the play is about. In the play I am Brunhild, Queen of Iceland.
The play “Siegried der Drachentöter”, “Siegfried the Dragon Killer” is about Siegfried from Xanten (that is about 23 km from Geldern). He wants to marry Kriemhild from Burgundy. But she is not the queen, her brother is the king and he must get married before his sister.
Gunter, the King of Burgundy is in love with Brunhild, the strongest woman in the world. So Gunter, Siegfried and his two servants go to Iceland. But when they get there, Gunter has to compete against Brunhild. He loses and that’s why’he should be killed. But then Siegfried asks what they can do to avoid this. Brunhild wants to have the eye of the dragon.
When Siegfried, Gunter and the two servants arrive at the cave of the dragon they meet Alberich, the King of the Nibelung. Siegfried ties him up. The he kills the dragon and bathes in its blood. That makes him invulnerable, which means that nothing can harm or kill him. But a leaf had fallen on his shoulder.
Back in Incleand Brunhild must go to Burgundy with Gunter. On her wedding day Brunhild gets to know Kriemhild but they are not good friends. Hagen von Tronje, the adviser to the King is in love with Kriemhild. Alberich tells him where the leaf fell because that is Siegfried’s weak point now. And so Hagen kills Siegfried.
Now, that’s the story: Siegfried marries Kriemhild and then he dies. Gunter marries Brunhild against her wish. And the two servants are accused of killing Siegfried.
And here our play ends.
Any questions?

Die Lehrkräfte der Partnerschulen zeigten sich gleichermaßen beeindruckt von der europäischen Dimension des Stückes und von den schauspielerischen Darbietungen unserer Schülerinnen und Schüler, selbst wenn sie ihnen sprachlich leider nicht folgen konnten.
Der Dienstag stand im Zeichen der Begegnung, der Begegnung mit der Lehrerschaft der Sekundarschule einerseits und mit den Schülerinnen und Schülern, die an den Mobilitäten teilgenommen hatten, und ihren Eltern andererseits. In der Aula der Sekundarschule, dem Ort dieser Begegnungen, wartete eine umfangreiche Ausstellung von Fotos und Arbeitsergebnissen auf alle Beteiligten. Sie gab immer wieder Anlass zu angeregtem Erfahrungsaustausch und interessanten Berichten. Für die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler war es eine große Freude, die Lehrkräfte unserer Partnerschulen kennenzulernen, zeichneten sie doch verantwortlich für die hervorragende Auswahl von Gastfamilien und für die vielen unvergesslichen Erlebnisse und Eindrücke während unserer Besuche.
Auch mit dem Kollegium der Sekundarschule kam es bei diesem zweiten Besuch in Geldern zu interessanten Begegnungen und Gesprächen. „Wie ist das bei euch?“, das war eine der Fragen, die besonders häufig gestellt wurde und erhellende Einblicke ermöglichte.

 

Bild 1:
Jennifer Baaken, die Darstellerin von Brunhild, hatte eine kurze Zusammenfassung des Stückes auf Englisch vorbereitet
Bild 2:
Gemeinsames Essen mit dem Kollegium der Sekundarschule Niederrhein
Bild 3:
Begegnung der Erasmus+ Lehrkräfte, Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Besuchen in den Partnerländern und ihren Eltern

Serdecznie dziękuję! ευχαριστώ πολύ! Grazie mille!
an alle Kolleginnen und Kollegen, es war großartig mit euch zusammenzuarbeiten!

Herzlichen Dank auch an die EU vertreten durch den PAD für die Möglichkeiten, die Erasmus+ für Schüler und Lehrer bereithält.

Die RP Geldern hat über unser Projekt berichtet

 


September 2017 · Sponsorenlauf der Sekundarschule Niederrhein

Die Themen Inklusion und Integration des Erasmus+ Projektes „Mirrors“ wurden sowohl im Sportunterricht behandelt als auch in der AG, die die für Oktober geplante Polenreise vorbereitete.
Also nahmen wir Kontakt auf mit der Weseler Kugelstoßerin Frederike Koleiski, die 2016 an den Paralympics in Rio de Janeiro/Brasilien teilgenommen hatte und 2017 in London Weltmeisterin im Kugelstoßen wurde. Sie sagte zu, unsere Schule zu besuchen und sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu stellen.
Leider kam es dann doch nicht zu diesem Besuch, da Frederike Koleiski erkrankte und schweren Herzens den Termin absagen musste.
Was es bedeutet, sich trotz Handicaps im sportlichen Wettkampf mit anderen Top-Sportlern zu messen, das verdeutlichten Filme wie „Mein Weg nach Olympia – Ein ziemlich behinderter Film über die Paralympics von Niko von Glasow“ und „Gold – Du kannst mehr als du denkst“. Beide Filme warfen viele Fragen auf, die zunächst unbeantwortet bleiben mussten.
So entstand die Idee, einen Sponsorenlauf zu veranstalten, der mit Bonusrunden honoriert würde, wenn er mit Handicap durchgeführt würde. Je nach Alter zusammengebunden an Hand- oder Fußgelenken, mussten die Schülerinnen und Schüler den Parcours zu zweit oder zu dritt gemeinsam überwinden. Lohn für die gemeinsame Mühe war die doppelte Anrechnung der gelaufenen Strecke.
Viele Schülerinnen und Schüler stellten sich voller Tatendrang dieser Herausforderung. Sich in Laufrythmus und Geschwindigkeit auf den Partner einzustellen, das fiel vielen anfangs ganz schön schwer, klappte aber von Runde zu Runde besser.
Das Ergebnis des Sponsorenlaufs war beeindruckend: 2960,15 Euro konnten an den Förderverein der Schule überwiesen werden.
Am eigenen Leib gespürt zu haben, was es bedeutet, sich trotz Handicap sportlichen Herausforderungen zu stellen und trotzdem erfolgreich zu sein, diese Erfahrung verhalf den Schülerinnen und Schülern zu wertvollen neuen Einsichten und zu einer höheren Sensibilität gegenüber Menschen mit Behinderungen.


Mai 2017 · Theaterprojekt fördert Sekundarschüler

Einige Wochen vor den Sommerferien 2016, die Sekundarschule Niederrhein wartete gerade auf den Bescheid, ob das von ihr als koordinierende Schule beantragte Erasmus+ Projekt Mirrors starten könne, traten Herr Alfred Schmitz vom Internationalen Bund in Geldern und Frau Dr. Katrin Bosch an uns heran. Sie unterbreiteten der Schulleitung und dem Kollegium das Angebot, schwerpunktmäßig mit neuzugewanderten Schülerinnen und Schülern unserer Schule ein theaterpädagogisches Projekt durchzuführen.
Dieses Angebot kam just in einem Moment, als die fünf am Projekt „Mirrors“ beteiligten Partnerschulen gerade die Theaterpädagogik als einen der Grundpfeiler ihrer geplanten Arbeit eingeschlagen hatten. Mit dem Internationalen Bund, als erfahrenen gemeinnützigen Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, einen außerschulischen Partner für eine längerfristig angelegte Zusammenarbeit ins Boot holen zu können, erwies sich als glückliche Fügung.
Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 und zeitgleich mit Beginn des Erasmus+ Projektes Mirrors nahm die neugegründete Theater-AG unter Leitung von Alfred Schmitz, Dr. Katrin Bosch, Helge Seefluth und Elke Kirtz von der Sekundarschule Niederrhein ihre Arbeit auf. Ziel war es, unter dem Titel „Geschichten aus alten Zeiten“ ein buntes Potpourri der an der Schule vertretenen kulturellen Vielfalt auf die Bühne zu bringen.
Im Herbst 2016 sah sich die Sekundarschule Niederrhein vor die Aufgabe gestellt, außergewöhnlich viele Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung gleichzeitig in den Schulalltag zu integrieren. In Absprache mit den Lehrkräften, die für die Vermittlung der Zweitsprache Deutsch zuständig waren, wurden zahlreiche DAZ-Lernende mit geringen Deutschkenntnissen in die Theater-AG aufgenommen. In diesem geschützten Rahmen konnten die Schülerinnen und Schüler alle Regeln, Karten und Würfel des üblichen Gesellschafts-Spiels ausprobieren und neu erfahren. Darüberhinaus näherten sie sich den vielfältigen Facetten der deutschen Sprache, ihrer Aussprache und Sprachmelodie und dem Einsatz von Stimme und Körper und üben sie spielerisch ein. Vorurteile, ethnische Animositäten und Ungleichbehandlung traten mehr und mehr in den Hintergrund, denn das gemeinsame Ziel ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen und vor Publikum zu präsentieren, ließ die Gruppe zu einer starken Gemeinschaft zusammenwachsen.

 

Die RP Geldern hat über unser Projekt berichtet:
Mit folgendem Link kommen Sie auf die Website der RP Geldern, und zu dem Artikel:

Theaterprojekt fördert Sekundarschüler

 


April 2017 · Reise nach Griechenland

Vom 26.-30. April 2017 kamen Lehrkräfte aus allen Partnerschulen am Kallitehniko Gymnasio Geraka in Athen zusammen. Von der Sekundarschule Niederrhein nahmen teil: Frau Kirtz, Frau Berrios Rivera und Frau van Ravenstein. Unsere griechische Partnerschule ist eine von landesweit 3 weiterführen-den Schulen, die ihre Schüler schwerpunktmäßig in bildender Kunst, Tanz, Theater und Film ausbildet. Andere Fächer wie Griechisch, Fremdsprachen (Englisch, Französisch und Deutsch) und Mathematik dürfen dabei natürlich nicht zu kurz kommen.
Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 13 und 18 Jahre alt. Für sie ist es eine Auszeichnung, diese Schule besuchen zu dürfen, sie mussten sich bewerben und einen Aufnahmetest bestehen, um einen der wenigen Plätze zu ergattern.
Ziel unserer Zusammenkunft war es, die bisher im Rahmen von MIRRORS geleistete gemeinsame Arbeit auszuwerten und auf dieser Grundlage die Weiterarbeit zu planen.
Außerdem war vereinbart, dass Schüler der griechischen Partnerschule in die Rolle von Lehrern schlüpfen und uns Filmschnitt und Videobearbeitung beibringen. Eine interessante Erfahrung für alle Beteiligten!
Wir nahmen am Unterricht in Tanz, Theater und Kunst teil und kamen mit den SchülerInnen ins Gespräch. Sie waren sehr daran interessiert zu erfahren, wie ihre Darbietungen auf uns gewirkt haben bzw. was wir verstanden haben. Da alle hervor-ragend Englisch sprachen, war ein müheloser Austausch möglich.
Viele der Schülerdarbietungen und –arbeiten beeindruckten uns stark. Hier sieht man ein Buch, dessen Thema „Alice im Wunderland“ bildnerisch in das Buch eingearbeitet wurde.
Eine höchst aktuelle Theaterpro-duktion zum Thema Flucht und Vertreibung hätte wenige Tage nach unserem Besuch in einer großen Veranstaltungshalle in Athen aufgeführt werden sollen, sie wurde aber kurzfristig verschoben.
Trotzdem kamen wir in den Genuss, die Generalprobe zu sehen. Auch wenn wir sprachlich nicht folgen konnten, so sprachen die Bilder doch eine deutliche Sprache.
So wie sich unsere Partnerschule den darstellenden Künsten widmet, so spezialisiert sich eine weitere Schule in der Nachbarschaft auf Musik.
Das Orchester dieser Schule war gekommen, um uns ein Abschiedskonzert darzubieten.
Neben uns Lehrpersonen bestand das Publikum aus Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule. Sie hatten die Aufgabe, mit Skizzenblock und Bleistift ihre Eindrücke zu Papier zu bringen. Die Ergebnisse waren teilweise sehr beeindruckend.


Reiseberichte

Hier können Sie den Reisebericht aus Zypern lesen.

Hier können Sie den Reisebericht aus Polen lesen.

Hier können Sie den Reisebericht aus Italien lesen.


M.I.R.R.O.R.S.

Die Sekundarschule Niederrhein ist seit Beginn des aktuell laufenden Schuljahres 2016/2017 auch auf europäischer Ebene aktiv. Sie hat die Koordination des mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanzierten ERASMUS+ Projektes „M.I.R.R.O.R.S.“ übernommen, an dem neben der Sekundarschule Niederrhein 4 weitere Partnerschulen aus Griechenland, Italien, Polen und Zypern beteiligt sind.

Der Titel des Projektes steht für:


Projektidee

Spiegel zu Fenstern werden zu lassen, das ist das Leitmotiv des Projektes „Mirrors“. Doch was bedeutet das? Schüler und Schülerinnen werden zunächst ermutigt in den Spiegel zu schauen und dabei zu erforschen: Wer bin ich? Wo komme ich her? Welche Werte und Normen prägen mich? Was kann ich? Beim Blick in den Spiegel öffnet sich schon der Blick auf die Menschen um einen herum, der Spiegel wird zum Fenster mit Fragen wie:  Wer sind sie? Wo kommen sie her? Welche Werte und Normen prägen sie? Was können sie? Was kann ich von ihnen lernen, was können sie von mir lernen?

Der von den Projektpartnern beabsichtigte interkulturelle Austausch bedient sich nicht in erster Linie der Sprache, sondern stellt mit Theater und bildender Kunst auch denjenigen Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, die der Sprache noch nicht in ausreichendem Maße mächtig sind. So wird es den beteiligten Schülerinnen und Schülern auch leichter fallen miteinander in Austausch zu treten, wenn sie sich alle Projektpartner in drei der Partnerschulen treffen, um ihre bisherigen Projektergebnisse zu präsentieren und gemeinsam neue zu erarbeiten.


Rückblick auf bisherige Aktivitäten

Im Oktober 2016 fand bereits das erste Lehrertreffen statt, Gastgeber war die Sekundarschule Niederrhein, die 9 Lehrkräfte aus Griechenland, Italien, Polen und Zypern begrüßen durfte. Ziel des Treffens war es, aus der virtuellen Welt, in der die Antragstellung für das Projekt stattfand, herauszutreten und ganz konkret die Weichen für die zweijährige Kooperation zu stellen.

Am Dienstag, den 25.10.2016 wurde die Gruppe vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Geldern, Rolf Pennings, im BürgerForum der Stadt Geldern empfangen. Im Rahmen seiner Begrüßungsrede strich Herr Pennings besonders die Bedeutung dieser grenzüberschreitenden europäischen Schulpartnerschaft angesichts der vielen Verwerfungen und Herausforderungen, mit denen sich Europa aktuell konfrontiert sieht, hervor.


Rückblick

Das nächste Projekttreffen steht für Februar 2017 an. Von der Sekundarschule Niederrhein werden 7 Schülerinnen und Schüler und 3 Lehrkräfte für eine Woche nach Zypern reisen, um dort gemeinsam mit zypriotischen, griechischen, italienischen und polnischen Altersgenossen zu arbeiten.

Das bevorstehende Projektreffen in Zypern findet zu einer Zeit statt, in der in vielen Ländern Europas Karneval gefeiert wird. In allen teilnehmenden Schulen beschäftigen sich derzeit die Schülerinnen und Schüler mit Emotionen, denen sie in Form von Masken Gestalt verleihen.

In der Sekundarschule Niederrhein sind alle Klassen in diese Arbeit einbezogen, Ergebnisse wie Masken aber auch kleine Sketche etc. wird die Schülerschaft einander präsentieren beim großen „Maskenball“, der für Februar geplant ist.

Mehr erfahrt ihr/erfahren Sie hier nach unserer Rückkehr aus Zypern.

Elke Kirtz, 19.12.2016