Soziales Lernen

Thematisch liegt der Schwerpunkt des sozialen Lernens in der Jahrgangstufe 5 bei den Punkten „Kennenlernen“, „Regeln erarbeiten“ und „Umgang miteinander“.

Zu Beginn des fünften Schuljahrs steht das Kind wieder an einem Neuanfang. Die Position, die es sich an der Grundschule erarbeitet hatte, ist hinfällig. Man gehört nicht mehr zu den „Großen“, sondern steht wieder am Anfang, ist einer der „Kleinen“, muss neue Kontakte zu Mitschülern/Mitschülerinnen und Lehrern/Lehrerinnen aufbauen, sich neu orientieren. Daher nimmt das gegenseitige Kennenlernen einen großen Raum im Sozialen Lernen ein. Den Schülern/Schülerinnen wird die Zeit und die Möglichkeit (durch Spiele, Fragebögen, Partnerinterviews, u. ä.) gegeben, sich selbst vorzustellen und die anderen Mitschüler/innen besser kennenzulernen, wie es im „normalen“ Unterricht nicht möglich ist.

Nach einigen Wochen der Eingewöhnung und Umstellung auf die neue Situation ist dann die Zeit gekommen sich intensiv mit den Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens auseinander zu setzen. Bewährt haben sich als Einstieg Spiele, die durch ihre Regelhaftigkeit den Schülern/Schülerinnen nochmals eindeutig klarmachen, wofür Regeln gut sind und warum es sich lohnt, diese einzuhalten. Durch Fragebögen wird erfasst, welche Regeln bereits gelten, wie sie eingehalten werden, wie die Konsequenzen bei Nichteinhaltung sind. Gemeinsam erarbeiten die Schüler/innen Regeln für ihre Klasse und überlegen, wie diese umgesetzt werden können.

Der dritte Schwerpunkt „Umgang miteinander“ ist ein generelles Thema des Sozialen Lernens, wird aber in Klasse 5 besonders ausführlich behandelt. Dabei lernen die Schüler/innen grundsätzliches über Kommunikation (Wie rede ich mit anderen? Welche Botschaften sende ich aus? Welche Botschaften kommen an?) und setzen dies u.a. in Rollenspielen um.

Weitere Themen sind „Klassengemeinschaft“ „Rollenverteilung innerhalb der Klasse“, „Freundschaft“, „der Umgang zwischen Jungen und Mädchen“.

Eine grundsätzliche Methode zur Umsetzung dieser Themen sind Kooperationsspiele. Durch ihre zum Teil komplexe Problemstellung fordern sie von den Schülern/Schülerinnen im hohen Maße den Einsatz der sozialen und kognitiven Fähigkeiten. Fähigkeiten der/des einzelnen, die in alltäglichen Unterrichtsgeschehen nicht oder kaum zum Tragen kommen, können hier zum Gelingen der gemeinsamen Aufgabe beitragen.

Grundsätzlich gilt für das Soziale Lernen, dass Störungen immer Vorrang haben. Probleme und Konflikte innerhalb der Klasse und in der Schule werden zeitnah zur Sprache gebracht und bearbeitet.

Während der Schwerpunkt des Sozialen Lernens in der Jahrgangsstufe 5 liegt, begleitet es die Schüler/innen während ihrer gesamten Schullaufbahn.

Schulsozialarbeit bietet (auch in Absprache mit den Klassenlehrern/Klassenlehrerinnen) immer wieder Projekte zu den unterschiedlichsten Themen an.